Bezirk Spandau

Wappen von Spandau
Wappen von Berlin
Spandau
5. Bezirk von Berlin 22
Bezirk MitteBezirk Friedrichshain-KreuzbergBezirk PankowBezirk Charlottenburg-WilmersdorfBezirk SpandauBezirk Steglitz-ZehlendorfBezirk Tempelhof-SchönebergBezirk NeuköllnBezirk Treptow-KöpenickBezirk Marzahn-HellersdorfBezirk LichtenbergBezirk ReinickendorfBrandenburgOrtsteile des Bezirks Spandau
Über dieses Bild
.
Fläche 91,878 km²
Einwohner 247.396 (31. Dez. 2021)
Bevölkerungsdichte 2693 Einwohner/km²
Adresse der
Verwaltung
Rathaus Spandau
Carl-Schurz-Straße 2/6
13597 Berlin
Website www.spandau.de
Ortsteile Falkenhagener Feld
Gatow
Hakenfelde
Haselhorst
Kladow
Siemensstadt
Spandau
Staaken
Wilhelmstadt
Politik
Bezirksbürgermeisterin Carola Brückner (SPD)

Spandau ist der fünfte Verwaltungsbezirk von Berlin.[1] Am 31. Dezember 2021 hatte er 247.396 Einwohner. Große Teile des Bezirks liegen entlang der Havel. Spandau ist bekannt für seine Wald- und Wasserflächen.

Der heutige Berliner Bezirk wurde 1920 im Zuge der Bildung von Groß-Berlin aus dem Gebiet der bereits 1232 urkundlich erwähnten Stadt Spandau und mehreren umliegenden Gemeinden und Gutsbezirken gebildet.

In Spandau liegen einige Berliner Stätten der industriellen Produktion, beispielsweise das BMW-Werk Berlin, das Motorräder für den Weltmarkt herstellt. Der Elektronikkonzern Siemens zählt hier zu den größten Arbeitgebern.

Zu den wesentlichen Bauwerken im Bezirk gehört die Zitadelle Spandau, die im 16. Jahrhundert erbaut wurde. Die ehemalige Festung wird heute vor allem für Konzerte und Unterhaltungsveranstaltungen genutzt.

Geographie

Lage

Der heutige Bezirk Spandau liegt zum großen Teil am westlichen Ufer der Havel (siehe auch Zehdenick-Spandauer Havelniederung). Von den zwölf Berliner Bezirken ist er der flächenmäßig viertgrößte. Die Stadt Spandau wurde vor dem 13. Jahrhundert am Zusammenfluss von Spree und Havel gegründet. Spandau grenzt an die brandenburgischen Landkreise Oberhavel und Havelland sowie an die kreisfreie Landeshauptstadt Potsdam.

Landschaften

Ortsteile

Gutspark Neukladow
CCC-Filmstudios in Haselhorst
Militärhistorisches Museum in Gatow
Wohnanlage im Falkenhagener Feld

Der Bezirk Spandau unterteilt sich in neun Ortsteile:

Ortsteil
und Ortslagen
Fläche
(km²)
Ein­wohner[3]
31. Dezember 2021
Ein­wohner
pro km²
Lage
0501 Spandau 8,03 39.990 4.980
BerlinBrandenburgKladowGatowStaakenFalkenhagener FeldWilhelmstadtSpandauHaselhorstSiemensstadtHakenfeldeOrtsteile des Bezirks Spandau
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0502 Haselhorst
  • Gartenfeld
  • Reichsforschungs­siedlung
    Haselhorst
  • Quartier Pulvermühle
4,73 18.095 3.826
BerlinBrandenburgKladowGatowStaakenFalkenhagener FeldWilhelmstadtSpandauHaselhorstSiemensstadtHakenfeldeOrtsteile des Bezirks Spandau
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0503 Siemensstadt 5,66 12.637 2.233
BerlinBrandenburgKladowGatowStaakenFalkenhagener FeldWilhelmstadtSpandauHaselhorstSiemensstadtHakenfeldeOrtsteile des Bezirks Spandau
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0504 Staaken 10,90 46.034 4.223
BerlinBrandenburgKladowGatowStaakenFalkenhagener FeldWilhelmstadtSpandauHaselhorstSiemensstadtHakenfeldeOrtsteile des Bezirks Spandau
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0505 Gatow
  • Alt-Gatow
  • Siedlung Habichtswald
  • Hohengatow
10,10 3.520 349
BerlinBrandenburgKladowGatowStaakenFalkenhagener FeldWilhelmstadtSpandauHaselhorstSiemensstadtHakenfeldeOrtsteile des Bezirks Spandau
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0506 Kladow 14,80 16.406 1.109
BerlinBrandenburgKladowGatowStaakenFalkenhagener FeldWilhelmstadtSpandauHaselhorstSiemensstadtHakenfeldeOrtsteile des Bezirks Spandau
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0507 Hakenfelde 20,40 31.600 1.549
BerlinBrandenburgKladowGatowStaakenFalkenhagener FeldWilhelmstadtSpandauHaselhorstSiemensstadtHakenfeldeOrtsteile des Bezirks Spandau
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0508 Falkenhagener Feld 6,88 38.768 5.635
BerlinBrandenburgKladowGatowStaakenFalkenhagener FeldWilhelmstadtSpandauHaselhorstSiemensstadtHakenfeldeOrtsteile des Bezirks Spandau
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0509 Wilhelmstadt 10,40 40.346 3.879
BerlinBrandenburgKladowGatowStaakenFalkenhagener FeldWilhelmstadtSpandauHaselhorstSiemensstadtHakenfeldeOrtsteile des Bezirks Spandau
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Planungsräume

Die kleinräumige Gliederung für Berlin sind die Lebensweltlich orientierten Räume (LOR) mit Abgrenzung nach fachlichen Kriterien. Diese werden für sozialräumliche Planungszwecke genutzt und haben das Raumbezugssystem der „Statistischen Gebiete / Verkehrzellen“ ersetzt.[4] Daten zu den Bevölkerungsstrukturen in diesen Planungsgebieten sind im Kiezatlas der Sozialraumdaten online zugänglich.[5]

LOR-Planungsräume im Bezirk Berlin-Spandau (Stand: 2016)
LOR-Planungsräume im Bezirk (Stand der Daten vom 31. Dezember 2016)
Planungs­räume Schlüssel­nummer Bezirks­region Auslän­dische Staats­ange­hörige Deutsche (mit MHG) Deutsche (ohne MHG) Gesamt­zahl Anteil (ohne MHG) Anteil (mit MHG)
Hakenfelde Nord 05010101 Hakenfelde 1904 1360 07619 10883 70 % 30 %
Goltzstraße 05010102 Hakenfelde 0714 0533 04638 05885 79 % 21 %
Amorbacher Weg 05010103 Hakenfelde 0559 0667 06397 07623 84 % 16 %
Griesingerstraße 05010204 Falkenhagener Feld 0593 0664 02040 03297 62 % 38 %
An der Tränke 05010205 Falkenhagener Feld 0183 0335 01392 01910 73 % 27 %
Gütersloher Weg 05010206 Falkenhagener Feld 1626 1892 06728 10246 66 % 34 %
Darbystraße 05010207 Falkenhagener Feld 2384 3232 05876 11492 51 % 49 %
Germersheimer Platz 05010208 Falkenhagener Feld 1362 1005 05260 07627 69 % 31 %
An der Kappe 05010209 Falkenhagener Feld 0753 0984 04361 06098 72 % 28 %
Eckschanze 05010310 Spandau Mitte 0738 0530 02612 03880 67 % 33 %
Eiswerder 05010311 Spandau Mitte 1544 1361 02765 05670 49 % 51 %
Kurstraße 05010312 Spandau Mitte 2485 1146 03486 07117 49 % 51 %
Ackerstraße 05010313 Spandau Mitte 1519 1031 04154 06704 62 % 38 %
Carl-Schurz-Straße 05010314 Spandau Mitte 2338 1958 07672 11968 64 % 36 %
Freiheit 05010339 Spandau Mitte 0579 0062 00333 00974 34 % 66 %
Isenburger Weg 05020415 Brunsbütteler Damm 0187 0521 03177 03885 82 % 18 %
Am Heideberg 05020416 Brunsbütteler Damm 0028 0067 01614 01709 94 % 06 %
Staakener Straße 05020417 Brunsbütteler Damm 0763 0837 04247 05847 73 % 27 %
Spandauer Straße 05020418 Brunsbütteler Damm 0343 0395 03272 04010 82 % 18 %
Magistratsweg 05020419 Brunsbütteler Damm 0814 0859 05359 07032 76 % 24 %
Werkstraße 05020420 Brunsbütteler Damm 0058 0096 00775 00929 83 % 17 %
Döberitzer Weg 05020521 Heerstraße Nord 0281 0534 02280 03095 74 % 26 %
Pillnitzer Weg 05020522 Heerstraße Nord 1957 1209 04198 07364 57 % 43 %
Maulbeerallee 05020523 Heerstraße Nord 3206 3494 05713 12413 46 % 54 %
Weinmeister­hornweg 05020524 Heerstraße Nord 0425 0572 05137 06134 84 % 16 %
Borkumer Straße 05020625 Wilhelmstadt 1310 1072 05100 07482 68 % 32 %
Adamstraße 05020626 Wilhelmstadt 4636 2325 12398 19359 64 % 36 %
Tiefwerder 05020627 Wilhelmstadt 0812 0702 02545 04059 63 % 37 %
Graetschelsteig 05020628 Wilhelmstadt 0194 0231 01559 01984 79 % 21 %
Börnicker Straße 05020629 Wilhelmstadt 0305 0306 03802 04413 86 % 14 %
Zitadellenweg 05030730 Haselhorst 0663 1420 01855 03938 47 % 53 %
Gartenfelder Straße 05030731 Haselhorst 2173 2520 06929 11622 60 % 40 %
Rohrdamm 05030832 Siemensstadt 2731 2195 06766 11692 58 % 42 %
Motardstraße 05030833 Siemensstadt 1138 0111 00296 01545 19 % 81 %
Alt-Gatow 05040934 Gatow/ Kladow 0909 0318 02738 03965 69 % 31 %
Groß-Glienicker Weg 05040935 Gatow/ Kladow 0073 0024 00318 00415 77 % 23 %
Jägerallee 05040936 Gatow/ Kladow 0541 1041 08273 09855 84 % 16 %
Kladower Damm 05040937 Gatow/ Kladow 0118 0176 01857 02151 86 % 14 %
Kafkastraße 05040938 Gatow/ Kladow 0198 0282 03190 03670 87 % 13 %

Geschichte

Geografische Situation im brandenburgischen Raum um 1150

Der Bezirk Spandau ging aus der Besiedlung Spandaus hervor. Die Besiedlung des Gebietes lässt sich bis ins 6. Jahrhundert zurückverfolgen, als das Havelland von den Sprewanen und Hevellern (slawische Stämme) besiedelt wurde. Albrecht der Bär soll hier eine Burg errichtet haben, aus der die namensgebende Burganlage Spandow entstand, die im Jahr 1197 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde. Um diese Burg entwickelte sich die Stadt Spandow, die zum Zentrum des Gebietes wurde und vermutlich um das Jahr 1200 bereits Stadtrecht besaß.

1232 wurden die Stadtrechte durch den Markgrafen Johann I. und Otto III. urkundlich erweitert. Durch die förmliche Verbriefung, in der Spandau zum ersten Male als Stadt erwähnt wird, ist sie seitdem als Stadt anzusehen. 1539 trat Kurfürst Joachim II. in der Spandauer St.-Nikolai-Kirche zum protestantischen Glauben über, wodurch die Mark Brandenburg ebenfalls protestantisch wurde. Von 1239 bis ins 16. Jahrhundert bestand in Spandau ein bedeutendes Benediktinerinnenkloster, das das Kirchenpatronat über die St.-Nikolai-Kirche und weitere zehn Kirchen der Umgebung innehatte. Es ging infolge der Reformation unter.

1600–1945

Die Stadt Spandau und die Zitadelle Spandau, Matthäus Merian, 1633

Der Zustand der Stadt und Umgebung um 1728 wird in einem Katasterwerk für die befestigte Stadt Spandau dokumentiert, womit erstmals ein komplettes Liegenschaftskataster mit den beiden großmaßstäblichen Karten Spandau Intra moenia (1:1000) und Spandau extra moenia sowie entsprechenden Eigentümerverzeichnissen geschaffen wurde. Dieses liegt heute noch im Stadtarchiv Spandau vor. Erarbeitet wurde das Werk von dem Landmesser Gustav Haestskau.

Von den 1830er Jahren bis 1874 fand in Spandau jährlich zum Fronleichnamsfest die Spandauer Prozession statt, an der Katholiken aus Berlin und Charlottenburg teilnahmen. Zentrum der Feierlichkeiten war seit ihrer Fertigstellung 1848 die Kirche St. Marien am Behnitz. Die Prozession wurde im Rahmen des preußischen Kulturkampfes ab 1875 nicht mehr genehmigt.

Stadtansicht um 1850, vom damals noch Spandow genannten Ort

Die Schreibweise des Stadtnamens wurde mit Beschluss von 1877 offiziell von Spandow in Spandau geändert. 1887 schied die Stadt aus dem Landkreis Osthavelland aus und wurde ein Stadtkreis. Die Gutsbezirke Haselhorst, Spandau Land und Sternfeld kamen 1910 vom Kreis Osthavelland zur Stadt Spandau.

Mit Bau der Berlin-Hamburger Bahn erhielt Spandau am Standort des heutigen S-Bahnhofs Stresow im Jahr 1846 einen Eisenbahnanschluss, 1871 folgte die Berlin-Lehrter Eisenbahn. Der mit der Industrialisierung Spandaus stetig steigende Pendlerverkehr führte zwischen 1909 und 1911 zum Bau der Spandauer Vorortbahn, die 1928 als S-Bahn elektrifiziert wurde.

Siegelmarke vom Magistrat (ca. 1878–1920)

Während des Ersten Weltkriegs wuchs vor allem die Rüstungsindustrie, sodass Spandau zum Ende des Krieges ein bedeutendes Rüstungszentrum des Deutschen Reiches geworden war. Das hier gefertigte Maschinengewehr MG 08/15 wurde zum Synonym für die gleichnamige Redewendung. Ab 1897 siedelte das Elektrounternehmen Siemens & Halske Produktion und Verwaltung im Osten Spandaus auf den Nonnenwiesen an. Ein Novum war der mit dem Aufbau dieses Industriegebiets einhergehende Bau einer Wohnsiedlung durch Siemens. Dazu gehörte auch deren Infrastruktur: der Bahnhof Fürstenbrunn, die Straßenbahn an der Nonnendammallee und 1929 die von der S-Bahn befahrene Siemensbahn zum neu entstandenen Ortsteil Siemensstadt.

Im Rahmen der Bildung von Groß-Berlin am 1. Oktober 1920 wurde aus den folgenden Gebietseinheiten der Bezirk Spandau – damals der achte Bezirk Berlins – gebildet: Stadtkreis Spandau, Gemeinde Staaken, Gemeinde Tiefwerder, Gemeinde Pichelsdorf, Gemeinde Gatow, Gemeinde Kladow, Gutsbezirk Spandau-Zitadelle, Gutsbezirk Pichelswerder und Gutsbezirk Heerstraße (nördlicher Teil).

1945–1990

Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte der Bezirk Spandau in der „Vier-Sektoren-Stadt“ Berlin zum Britischen Sektor und verlor West-Staaken an die Sowjetische Besatzungszone. Bis 1987 befand sich an der Wilhelmstraße das Kriegsverbrechergefängnis Spandau, in dem die Alliierten zuletzt nur noch den zu lebenslanger Haft verurteilten Rudolf Heß bewachten. Nach dessen Tod wurde das Gefängnis abgerissen.

Der U-Bahnhof Paulsternstraße wurde 1984 eröffnet

Der gesamte S-Bahn-Verkehr im Bezirk kam 1980 auf den drei Strecken von Jungfernheide nach Gartenfeld (Siemensbahn) sowie über Fürstenbrunn nach Spandau und von Friedrichstraße über Westkreuz – Spandau nach Staaken zum Erliegen. Im gleichen Jahr erhielt der West-Berliner Bezirk mit der Verlängerung der damaligen U-Bahn-Linie 7 (heute: U7) zum U-Bahnhof Rohrdamm erstmals Anschluss an das Berliner U-Bahn-Netz. 1984 wurde die U7 bis zum Endbahnhof Rathaus Spandau fertiggestellt.

Das kulturelle Zentrum des Bezirks ist die Spandauer Altstadt, von deren ursprünglicher Bausubstanz allerdings aufgrund der Ereignisse des Zweiten Weltkriegs wenig erhalten geblieben ist. Dennoch gelang mit der Sanierung in den 1970er Jahren und der Beseitigung der nach 1945 in Baulücken entstandenen eingeschossigen Behelfsbauten für Geschäfte eine rekonstruierte neue Altstadt. Sie wurde gleichzeitig vom Durchgangsverkehr weitgehend befreit und in eine Fußgängerzone umgewandelt und bietet seitdem Platz für Wochenmärkte und den alljährlich in der Adventszeit stattfindenden Spandauer Weihnachtsmarkt.

Nach dem Fall der Berliner Mauer 1989 erhielt Spandau 1990 das seinerzeit abgetrennte West-Staaken zurück. Auf dem ehemaligen Flugplatz Gatow, der während der Teilung von der Royal Air Force genutzt wurde, wurde 1995 das Militärhistorische Museum eingerichtet. Seit 1998 fährt die S-Bahn wieder über die Gleise der Spandauer Vorortbahn bis zum damals neu errichteten Bahnhof Berlin-Spandau mit Anschluss an den Regional- und Fernverkehr.

Seit 1990

In den 1990er Jahren wurde die „Wasserstadt Oberhavel“ städtebauliche Entwicklt. Die Baumaßnahmen dazu waren 2008 weitgehend abgeschlossen. Das Gebiet erstreckt sich beidseits der Insel Eiswerder sowie auf den früheren Brachflächen an der Havel, nördlich davon.

Bevölkerung

Überblick

Am 31. Dezember 2021 zählte der Bezirk Spandau 247.396 Einwohner. Spandau hat damit die geringste Einwohnerzahl aller Berliner Bezirke, gefolgt vom Bezirk Reinickendorf. Bedingt durch den relativ hohen Anteil von Wasser- und Waldflächen an der Gesamtfläche von knapp 92 Quadratkilometern[6] lag am Stichtag die durchschnittliche Bevölkerungsdichte bei 2.693 Einwohnern pro Quadratkilometer.

Bevölkerungsentwicklung im Bezirk Spandau
Jahr Einwohner
1925 111.629
1933 146.472
1939 170.384
1946 159.999
1950 166.161
1961 172.663
1970 197.687
1987 201.915
Jahr Einwohner
2001 217.383
2005 217.461
2010 218.094
2015 234.630
Jahr Einwohner
2016 239.942
2017 242.143
2018 243.080
2019 245.197
2020 245.527
2021 247.396

Die Einwohnerzahlen ab 2001 (Stand: jeweils 31. Dezember) basieren, abweichend von der Bevölkerungsfortschreibung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, auf Daten des Einwohnermelderegisters des Berliner Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten.[7][8]

Bevölkerungsstruktur

Die folgende Tabelle zeigt Angaben zur Struktur der Bevölkerung des Bezirks Spandau am 31. Dezember 2021.[8]

Geschlecht Anzahl Anteil
männlich 121.225 49,0 %
weiblich 126.171 51,0 %
Insgesamt 247.396 100 %
 
 
Altersgruppen
unter 20 049.033 19,8 %
20 bis unter 40 064.398 26,0 %
40 bis unter 60 065.079 26,3 %
ab 60 068.886 27,9 %
Insgesamt 247.396 100 %
Herkunft Anzahl Anteil
Deutsche ohne Migrationshintergrund 148.567 60,1 %
Deutsche mit Migrationshintergrund 044.085 17,8 %
Ausländer 054.744 22,1 %
Insgesamt 247.396 100 %
 
Wohnlagen
einfache Wohnlagen bzw. ohne Angabe 159.128 64,3 %
mittlere Wohnlagen 084.346 34,1 %
gute Wohnlagen 003.922 01,6 %
Insgesamt 247.396 100 %
Religion Anzahl Anteil
evangelisch 044.698 18,1 %
römisch-katholisch 022.547 09,1 %
sonstige bzw. keine 180.151 72,8 %
Insgesamt 247.396 100 %

Das Durchschnittsalter im Bezirk lag am 31. Dezember 2021 bei 43,6 Jahren (Berliner Durchschnitt: 42,9 Jahre).

Wirtschaft

Siemensturm 04.jpg
Siemensturm in Siemensstadt
Right-3qtr-bagsmall.jpg
BMW-Motorrad R75/5, Baujahr 1973


Der Bezirk Spandau ist mit seinen Ver- und Entsorgungseinrichtungen wie dem Kraftwerk Reuter, der Biogasanlage und dem Klärwerk Ruhleben sowie zahlreichen Produktionsstätten (Siemens, Osram, BMW-Motorräder) ein bedeutender industriell geprägter Wirtschaftsstandort für Berlin.

Mehr als 30 Unternehmen haben ihren Sitz im Thelen Technopark, u. a. Boschen & Oetting Automatisierungs-Bau GmbH und BSH Technologie­zentrum Wäschepflege.

Der Bezirk besitzt auch große Wald- und Wasserflächen, die als touristisch beliebtes Ausflugsgebiet genutzt werden.

Im Jahr 2007 zählte das verarbeitende Gewerbe (Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten) im Bezirk 64 Betriebe mit 16.691 Beschäftigten. 2012 gehörten 12.461 Gewerbetreibende aus Spandau der IHK Berlin an.[9]

Die Johannesstift Diakonie ist ein Gesundheits- und Sozialunternehmen mit Sitz Spandau. Es ist der größte konfessionelle Klinikbetreiber in Berlin und beschäftigt im Nordosten Deutschlands an verschiedenen Standorten mehr als 8800 Mitarbeiter.

Mieten
Im Berliner Bezirk Spandau lagen die Angebotsmieten für neu zu vermietende Wohnungen im Jahr 2018 bei durchschnittlich 8,59 Euro (Berliner Durchschnitt: 10,32 Euro).[10] Im Bezirksvergleich zählten die Mieten in Spandau damit zu den niedrigsten.[11]

Infrastruktur

Die Stadt Spandau besaß ab Juni 1892 eine erste Pferdebahn-Linie (Hauptbahnhof bis Fehrbelliner Tor). 1894 wurde der Betriebsbahnhof angelegt und es kam die zweite Linie (Hauptbahnhof bis Pichelsdorf) und 1896 die dritte Linie (Hauptbahnhof bis Schützenhaus) dazu. 1896 wurden alle Strecken elektrifiziert, 1909 kam die Spandauer Straßenbahn in Stadtbesitz. In den 1930er Jahren gab es einen O-Bus-Verkehr in Spandau. 1967 fuhr die letzte West-Berliner Straßenbahn (Linie 55) von Hakenfelde zum Bahnhof Zoo. Eine Eisenbahnstrecke vom Bahnhof Spandau West über Johannesstift nach Bötzow (Bötzowbahn) dient gegenwärtig in Teilen noch als Güterverkehrsstrecke.

Individualverkehr

Durch Spandau führen die beiden Bundesstraßen B 2 und B 5.

Spandau ist an zahlreiche nationale, internationale und regionale Radwanderwege angeschlossen: Unter anderem an die europäische EuroVelo-Route EV 7 (verläuft von Norwegen bis Malta),[12] an den Radweg Berlin–Kopenhagen (u. a. über Oranienburg, Zehdenick, Fürstenberg, Rostock)[13] und an den Havelradweg (u. a. über Potsdam und Brandenburg an der Havel).[14]

Öffentlicher Personenverkehr

Luftbild vom Bahnhof Spandau

In Spandau gibt es Anbindungen mit folgenden öffentlichen Verkehrsmitteln:

Eisenbahn-Personenfernverkehr

Folgende Linien des Schienenpersonenfernverkehrs haben einen Verkehrshalt im Bahnhof Berlin-Spandau:

  • ICE-Linien 10, 11, 12 und 28
  • EC-Linien 27 und 99
  • IC-Linien 32 und 77

Schiffsverkehr

Wasserstraßen in Berlin

Durch Spandau führen die Bundeswasserstraßen Untere Havel-Wasserstraße, Havel-Oder-Wasserstraße und Spree-Oder-Wasserstraße. Der Spandauer Südhafen an der Havel ist der zweitgrößte Frachthafen Berlins.

Folgende Fähren verkehren im Bezirk Spandau:

Die Schleuse Spandau überbrückt die unterschiedlichen Wasserspiegelhöhen der Unteren Havel-Wasserstraße und der Oberen Havel-Wasserstraße. Sie liegt zwischen der Altstadt und der Zitadelle Spandau.

Energieversorgung

Auf dem ehemaligen Flugplatz Staaken befindet sich der größte Solarpark in der Metropolregion Berlin-Brandenburg. Die Anlage ging 2011 in Betrieb und erreicht eine maximale Leistung von 21 Megawatt.[15]

Politik

Bezirksverordnetenversammlung

Die Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung (BVV) des Bezirks Spandau am 26. September 2021 führte zu folgendem Ergebnis:

Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung Spandau 2021[16]
Wahlbeteiligung: 64,3 %
 %
30
20
10
0
27,6
27,3
11,9
10,2
7,5
5,4
4,5
5,6
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2016
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
−5,7
+1,6
+4,3
−5,8
+1,1
−0,2
+4,5
+0,1
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang
Sitzverteilung in der Bezirksverordnetenversammlung Spandau seit 2021
       
Insgesamt 55 Sitze

Bezirksbürgermeister

Name Partei Amtszeit Bemerkungen
Kurt Woelck DDP 1919–1921 letzter Oberbürgermeister Stadt Spandau
Martin Stritte 1921–1933
Max Harrer NSDAP 1933–1944
Ernst Neumann NSDAP 1944–1945
Fritz Warsow 1945
Richard Münch 1945–1946
Bruno Lehmann LDP 1946
Gottlob Münsinger SPD 1946–1949
Karl Schilling SPD 1949–1954
Georg Ramin SPD 1954–1958
Ernst Liesegang SPD 1958–1965
Klaus Bodin SPD 1965–1967
Herbert Kleusberg SPD 1967–1979
Werner Salomon SPD 1979–1992
Sigurd Hauff SPD 1992–1995
Konrad Birkholz CDU 1995–2011
Helmut Kleebank SPD 2011–2021
Carola Brückner SPD seit 2021

Der Bezirk Spandau ist durch die Bezirksbürgermeisterin auf Landesebene im Rat der Bürgermeister und in der AG Ressourcensteuerung vertreten.[17][18]

Bezirksamt

Mitglieder des Bezirksamts sind (Stand: 2021):[19]

Partei Funktion Geschäftsbereich
Carola Brückner SPD Bezirksbürgermeisterin Personal, Finanzen, Facility Management und Wirtschaftsförderung
Frank Bewig CDU stellvertretender
Bezirksbürgermeister
Bildung, Kultur und Sport
Thorsten Schatz CDU Bezirksstadtrat Bauen, Planen, Umwelt- und Naturschutz
Gregor Kempert SPD Bezirksstadtrat Soziales und Bürgerdienste
Oliver Gellert Bündnis 90/Die Grünen Bezirksstadtrat Jugend und Gesundheit
N.N. AfD Bezirksstadtrat Ordnungsamt

Städtepartnerschaften

Deutschland Siegen und Kreis Siegen-Wittgenstein (Nordrhein-Westfalen), seit 1952
Vereinigtes Konigreich Luton (Vereinigtes Königreich), seit 1959
Frankreich Asnières-sur-Seine (Frankreich), seit 1959
Israel Aschdod (Israel), seit 1968
Turkei İznik (Türkei), seit 1987
Deutschland Nauen (Brandenburg), seit 1988

Wappen

Hauptartikel: Wappen des Bezirks Spandau

In der heutigen Form wurde das Wappen am 4. Februar 1957 durch den Senat von Berlin verliehen.

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Blasonierung: In silbernem Schild über blauen Wellen eine nach außen ansteigende rote Stadtmauer; vor deren offenem, breitem, oben mit einem Zinnenkranz abgeschlossenem Mitteltor steht ein silberner Dreieckschild mit dem brandenburgischen goldenbewehrten roten Adler, dessen Flügel mit goldenen Kleestengeln belegt sind. Das Tor ist beseitet von zwei hinter der Mauer hervorkommenden goldenbeknopften roten spitzbedachten befensterten Türmen, zwischen denen auf dem Zinnenkranz des Tores ein naturfarbener Topfhelm – der brandenburgische Wappenhelm – sitzt. Er trägt als Helmzier einen mit goldenen Lindenblättern besäten schwarzen Flug. Auf dem Schild ruht eine rote dreitürmige Mauerkrone, deren mittlerer Turm mit einem kleinen Berliner Wappenschild belegt ist.[20]

Wappenbeschreibung: Das Wappen des Bezirks Spandau leitet sich von dem Wappen der Stadt Spandau ab, dessen heraldische Elemente bereits im 13. Jahrhundert belegt sind – der Helm und die Mauern verweisen auf die Festungsstadt, das blaue Wellenband auf den Fluss Havel, und der rote märkische Adler auf die Gründungsherren. Die Mauerkrone wurde dem Wappen dabei am 1. Januar 2001 im Rahmen der Bezirksreform als verbindendes Element aller Berliner Bezirke hinzugefügt.

Polizei

Die Direktion 2 der Berliner Polizei ist für die Bezirke Spandau und Charlottenburg-Wilmersdorf zuständig.

Bildung

Freiherr-vom-Stein-Gymnasium
  • Hans-Carossa-Gymnasium
  • Freiherr-vom-Stein-Gymnasium
  • Kant-Gymnasium
  • Lily-Braun-Gymnasium
  • Wilhelmstadt Schulen
  • Carl-Friedrich-von-Siemens-Gymnasium
  • Swiss International School
  • Die weltweit einzige „nasse“ Tiefenrauschsimulationsanlage liegt an der Scharfen Lanke am südöstlichen Rand der Wilhelmstadt. Die DLRG Berlin kann mit ihrer Tauchturm-Anlage der Bundeslehr- und Forschungsstätte (BLFS) Tiefen bis zu 150 Meter Wassertiefe simulieren. Einsatz-, Berufs- und Sporttaucher können hier unter – im Vergleich zum Freigewässer – sicheren Bedingungen die Gefahren des Tiefenrausches erfahren. Außerdem können hier Tauchunfälle behandelt werden.

Bauwerke

Bauten

Sakralgebäude

Kirchen und Kapellen

St.-Nikolai-Kirche

Die evangelischen Kirchen Spandaus gehören zum Kirchenkreis Spandau in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, die römisch-katholischen Pfarreien zu den Pastoralen Räumen Berlin Spandau-Süd und Berlin Spandau-Nord/Falkensee im Erzbistum Berlin.

  • Christophoruskirche, auch „Siemensstadt-Kirche“ genannt – Siemensstadt, Schuckertdamm, 1929–1931, Baudenkmal (evangelisch)
  • Dorfkirche Gatow – Gatow, Alt-Gatow, 1301–1315, Baudenkmal (evangelisch)
  • Dorfkirche Kladow – Kladow, Alt-Kladow, erster Bau 14. oder 15. Jahrhundert, Neubau 1818–1819, Baudenkmal (evangelisch)
  • Dorfkirche Staaken – Staaken, Nennhauser Damm/Hauptstraße, um 1310, Baudenkmal (evangelisch)
  • Gemeindezentrum St. Lambertus – Hakenfelde, Cautiusstraße, 1975 (katholisch)
  • Gnadenkirche – Wilhelmstadt, Jaczostraße, 1946–1957 (evangelisch)
  • Kirche im Johannesstift – Hakenfelde, Schönwalder Allee, 1907–1910, Baudenkmal (evangelisch)
  • Kirche St. Marien am Behnitz – Spandau, Behnitz, 1845–1848, Baudenkmal (katholisch)
  • Luther-Kirche – Spandau, Lutherplatz, 1895–1896, Baudenkmal (evangelisch)
  • Melanchthon-Kirche – Wilhelmstadt, Melanchthonplatz /Wilhelmstraße, 1893, Baudenkmal (evangelisch)
  • Gemeindezentrum Radeland – Hakenfelde, Schwanter Weg, Gemeindezentrum von 1992 (evangelisch)
  • St.-Franziskus-von-Assisi-Kirche – Staaken, Hackbuschstraße, 1955 als „St.-Johannes.-B.-M.-Vianney Kapelle“, seit 1970 mit neuem Namen (katholisch)
  • St.-Joseph-Kirche – Siemensstadt, Quellweg/Goebelstraße/Natalissteig, 1934–1935, Baudenkmal (katholisch)
  • St.-Nikolai-Kirche – Spandau, Reformationsplatz, erster Bau um 1240, Neubau vor 1369, Baudenkmal (ursprünglich katholische Pfarrkirche, seit 1539 evangelisch)
  • St.-Maximilian-Kolbe-Kirche – Staaken, Maulbeerallee, 1975–1976 (katholisch)
  • Schilfdachkapelle Zum Guten Hirten – Kladow, Gottfried-Arnold-Weg, 1951–1953, Baudenkmal (evangelisch)
  • Weihnachtskirche – Haselhorst, Haselhorster Damm, 1934–1935 und 1960–1964, Baudenkmal (evangelisch)
  • Wichernkirche – Hakenfelde, Wichernstraße, als Interimskapelle zunächst ab 1897 in Charlottenburg und ab 1908 in Siemensstadt, Neubau 1932 (evangelisch)
  • Zufluchtskirche – Falkenhagener Feld, Westerwaldstraße, 1965–1967 (evangelisch)
  • Zuversichtskirche – Staaken, Brunsbütteler Damm, 1962–1966 (evangelisch)

Moscheen
Die Moscheen im Bezirk Spandau sind sunnitisch. Sie gehören unterschiedlichen Dachverbänden an:

Buddhistische Tempel

  • Pagode Linh Thuu – Heidereuterstraße 30, Buddhistische Vietnamesische Gemeinde in Berlin e. V.[21]
  • Wat Pah Bodhi-Dhamm – Breitehornweg 1a, Wat Pah Bodhi-Dhamm Buddhistischer Verein e. V.

Kultur

In Spandau existiert der Arbeitskreis Spandauer Künstler Berlin e. V.[22] das Kulturhaus Spandau,[23] das Theater Zitadelle,[24] die Freilichtbühne Zitadelle,[25] der Kunstlandschaft Spandau,[26] die Bastion Jugendkunstschule Berlin-Spandau,[27] der E-Sport-Verein Eintracht Spandau[28] sowie andere private und öffentliche Initiativen und Einrichtungen.

Sport

Tanzfest Blaues Band der Spree

Die Wasserfreunde Spandau 04 sind einer der erfolgreichsten deutschen Sportvereine. Die Erfolgsbilanz weist bis heute rund 100 Deutsche Meisterschaften, zehn Europameisterschaften und eine Weltmeisterschaft sowie Titel im Schwimmen, Springen und Wasserball auf. Hagen Stamm, langjähriger Kapitän des Wasserball-Teams, wurde mit dem Verein von 1979 bis 1992 vierzehnmal in Folge Deutscher Meister, zwölfmal Deutscher Pokalsieger und gewann 1982, 1985, 1986 und 1989 den Europapokal der Landesmeister. Gegenwärtig ist er der Präsident des Vereins (Stand: 2020). Die Heimspiele der Wasserballer finden nicht im Bezirk statt, sondern im Sportzentrum Schöneberg.

Der LSV Spandau gewann 1939 den Titel des ersten deutschen Basketballmeisters, der durch einen deutlichen 47:16-Sieg über Bad Kreuznach errungen wurde. Nach 1945 wurde der Verein aufgelöst.

Die SG ASC/VfV Spandau spielte in der 2. Handball-Bundesliga.

Das Blaue Band der Spree ist eine der größten deutschen Tanzsport-Veranstaltungen und findet jedes Jahr über Ostern im Sport Centrum Siemensstadt statt.[29]

Der SC Siemensstadt und der TSV Spandau 1860 haben jeweils über 5000 eingeschriebene Mitglieder (Stand: 2014) und zählen damit zu den mitgliederstarken Sportvereinen in der Stadt.[30]

Museen und Ausstellungen

Konditorei Fester

Veranstaltungen

Burgfest mit Ritterspielen in der Spandauer Zitadelle

Kinos

  • Cineplex-Spandau in der Havelstraße
  • Kino im Kulturhaus Spandau
  • Openair-Kino (nur in den Sommermonaten)

Spandau in den Künsten

Die britische Musikgruppe Spandau Ballet wählte ihren Namen nach einer Berlinreise, bei der sie u. a. den – nahe der damals noch existierenden Berliner Mauer gelegenen – Flugplatz Gatow besuchte. Der Name sollte nach Auffassung der Bandmitglieder auf das Romantische und Düstere der Grenzsituation anspielen.

Die 1946 gegründete Filmproduktionsfirma CCC Film mit Sitz in Berlin hat mehr als 200 Kinofilme hergestellt. Sie ist Betreiber der CCC Filmkunststudios in Haselhorst und zählt zu den renommierten Filmfirmen im deutschsprachigen Raum.[32]

Literatur

  • Rainer Fliegner: Spandau – Geschichte und Geschichten. Sutton Verlag, Erfurt 2007, ISBN 978-3-86680-122-6.
  • Wolfgang Ribbe (Hrsg.): Slawenburg – Landesfestung – Industriezentrum. Untersuchungen zur Geschichte von Stadt und Bezirk Spandau. Colloquium, Berlin 1983, ISBN 3-7678-0593-6.
  • Wolfgang Ribbe: Spandau. Colloquium Verlag, Berlin 1991, ISBN 3-7678-0716-5.
  • Hans-Rainer Sandvoß: Widerstand in Spandau. Heft 3 der Schriftenreihe über den Widerstand in Berlin von 1933 bis 1945, Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin 1988, ISSN 0175-3592.
  • Ralf Schmiedecke: Spandau bei Berlin. Sutton Verlag, Erfurt 2002, ISBN 978-3-89702-463-2.
  • Vermessungsamt Spandau (Hrsg.): 777 Jahre Spandau im Kartenbild der Jahrhunderte. DVD, 2009.
  • Otto Kuntzemüller: Urkundliche Geschichte der Stadt und Festung Spandau. Arani Verlag, Berlin 1978, ISBN 3-7605-8534-5.
  • Die Bauwerke und Kunstdenkmäler von Berlin Stadt und Bezirk Spandau. Gebr. Mann Verlag, Berlin 1971, ISBN 3-7861-4076-6.

Weblinks

Commons: Bezirk Spandau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Spandau – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  • Offizielle Webseite des Bezirks Spandau von Berlin
  • Unterwegs in Spandau. Sehenswürdigkeiten, News, Veranstaltungshinweise und Berichte aus Spandau
  • Die digitale Bibliothek: Digitalisierte Spandauer Zeitung 1925, 1930, 1931

Einzelnachweise

  1. Nummerierung gemäß Bezirksschlüssel
  2. Wärmeinsel, Kälteloch: Ein Besuch in Eiskeller. In: Der Tagesspiegel, 4. März 2003, abgerufen am 9. November 2016.
  3. Einwohnerinnen und Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2021, Daten des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 16. Juli 2022 (PDF-Datei) (Hilfe dazu).
  4. [1] Bedeutung der LOR und Adressverzeichnisse der Lebensweltlich orientierten Räume.
  5. Der Zugang zu den Daten der einzelnen Kieze erfolgt durch Zusatz der Schlüsselnummern zur Webadresse. Die Daten von 2008 und 2009 sind als PDF, die späteren als HTML-Liste zugänglich.
  6. Fortgeschriebene Bevölkerungszahlen vom 31. Dezember 2021 des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 20. Juni 2022 ([2]) (Hilfe dazu).
  7. Melderechtlich registrierte Einwohner am Ort der Hauptwohnung nach Bezirken 1991 bis 2019
  8. a b Statistischer Bericht A I 5-hj 2/21. Einwohnerinnen und Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2021. Grunddaten. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Potsdam 2022.
  9. Zahlen und Fakten zur Wirtschaft in Spandau. Hrsg. von der IHK Berlin, abgerufen am 29. Juni 2017.
  10. Wohnungsmarktbericht 2018, (PDF; S. 93), IBB, abgerufen am 26. Januar 2020.
  11. 2Wohnmarktreport Berlin 2019. In: Berliner Zeitung, abgerufen am 26. Januar 2020.
  12. translator2: EuroVelo 7 – EuroVelo. Abgerufen am 3. Mai 2017. 
  13. Berlin-Oranienburg | Berlin – Kopenhagen. Abgerufen am 3. Mai 2017. 
  14. Der Havel-Radweg von Ankershagen bis Gnevsdorf. Abgerufen am 3. Mai 2017. 
  15. Solarpark auf ehemaligen Flugplatz Staaken. Bei: Berlin spart Energie, abgerufen am 17. Mai 2021.
  16. Ergebnisse der Wahl am 26. September 2021. Abgerufen am 27. September 2021. 
  17. Rat der Bürgermeister, abgerufen am 18. Mai 2019
  18. Kleine Anfrage der FDP, abgerufen am 18. Mai 2019
  19. Das Bezirksamtskollegium stellt sich vor. In: www.berlin.de/ba-spandau. Abgerufen am 21. November 2021. 
  20. Hoheitszeichen von Berlin – Bezirkswappen, abgerufen am 21. Januar 2020.
  21. Website des Vereins, abgerufen am 17. Januar 2020.
  22. Website des Arbeitskreises Spandauer Künstler Berlin e. V., abgerufen am 17. Januar 2020.
  23. Website des Kulturhauses Spandau, abgerufen am 17. Januar 2020.
  24. Website des Theaters Zitadelle, abgerufen am 17. Januar 2020.
  25. Website der Freilichtbühne Zitadelle, abgerufen am 17. Januar 2020.
  26. Website der Künstlergemeinschaft Kunstlandschaft Spandau, abgerufen am 17. Januar 2020.
  27. Website der Bastion Jugendkunstschule Berlin-Spandau, abgerufen am 17. Januar 2020.
  28. Eintracht Spandau: Der durchgeplante E-Sport-Kultverein. 7. Januar 2022, abgerufen am 10. Februar 2022. 
  29. Blaues Band der Spree, abgerufen am 17. Januar 2020.
  30. Berlins Sportvereine haben so viele Mitglieder wie noch nie. In: Berliner Morgenpost, abgerufen am 23. Juni 2017.
  31. Burgfest auf der Zitadelle – Spandauer Ritterspiele. In: Der Tagesspiegel, 8. September 2016, abgerufen am 5. Juni 2017.
  32. 70 Jahre CCC-Film: Kontinuierliches Filmschaffen von 1946 bis 2016. In: Berlin City Report, 2016, abgerufen am 22. Oktober 2020.
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