Tarnfarbe

Tarnende Farben und Muster

Als Tarnfarbe wird eine spezielle Farbe eines Lebewesens oder eines Objekts bezeichnet, welche im Bereich des sichtbaren Lichtes die Wahrnehmung durch einen Betrachter verringern soll.

Tarnfarben müssen nicht immer eine Deckungsgleichheit mit der Umgebung erreichen, sondern sie sollen einen spezifischen Effekt auf den Betrachter haben. Beispielhaft sind hier die Streifen des Zebra aufzuführen. Im klassischen Verständnis handelt es sich jedoch um eine möglichst genaue Anpassung an das umgebende Umfeld, wie einer der Gottesanbeterin oder den Streifen oder Punkten im Fell von Raubtieren.

Die systematische und militärische Verwendung von Tarnfarben in bewaffneten Konflikten der Menschheit ist eine Entwicklung des 20. Jahrhunderts und begann im Ersten Weltkrieg.

Erster Weltkrieg

Deutsches Tarnfarbenmuster 1918

Die rapide technische Entwicklung während des Ersten Weltkrieges führte dazu, dass drei militärisch genutzte Technologien alle gegnerischen Kriegsparteien dazu brachten Tarnfarben zu verwenden. Dies war zum einen die Weiterentwicklung der Artillerie, die Einführung von Maschinengewehren und zum anderen die Neuentwicklung der Luftaufklärung und Fliegerei.

Die technischen Entwicklungen führten dazu, dass die eigenen Truppen nicht mehr durch bloße Truppenmassierung und Vorstoß in der Lage waren weitreichende Frontdurchbrüche zu bewirken, welche den Gegner zwangen seine eigenen Streitkräfte neu zu formieren und die gefestigten Stellungslinien entlang der gesamten Front aufzugeben.

Die Kriegsschiffe dieser Epoche wurden nicht mehr in auffälligen Farben, wie zuvor beispielsweise bei den deutschen Schiffen ein heller Weiß-Ton, gestrichen, sondern erhielten oberhalb der Rumpflinie einen grauen Farbton, welcher das Wasserfahrzeug weniger auffällig machen sollten. Speziell in Großbritannien setzte sich angesichts der Bedrohung durch deutsche U-Boote der Trend durch, Schiffe mit wilden Mustern zu bemalen, welche optische Täuschungen hervorriefen und den Betrachter verwirrten. Initiiert wurde dies durch einen britischten Künstler Norman Wilkinson, der zur Royal Navy eingezogen worden war und sich damit auseinandersetzte die optischen Geräte zur Entfernungsmessung so zu täuschen, dass ein genaues Zielen unmöglich wurde.

Einzelne Soldaten nutzten während des Ersten Weltkrieges die Möglichkeiten zur Tarnung ihres Gerätes mit Tarnfarbe, wie zum Beispiel ein Anstrich des deutschen Schutzhelms Modell 1916 bei den Sturmtruppen. Dies war jedoch keine durchgängig organisierte Praxis. Die deutschen Tarnfarben des Ersten Weltkrieges waren Sand, Grau, Grün und Braun. Dabei wurde die Verwendung der letzten drei genannten Farben im Juli 1918 offiziell gemacht. Auch der erste deutsche Panzerkampfwagen, der A7V, wurde mit solchen Farben versehen, wobei die Grundierung wohl in einem Sand oder Grau erfolgte und darauf die dunkleren Farben in unregelmäßigen Mustern gestrichen wurden.[1]

Zwischenkriegszeit

In Deutschland war nach dem Ende des Ersten Weltkrieges kein Geld für einen Neuanstrich der verbliebenen Waffen des Ersten Weltkrieges vorhanden. So wurden die Anstriche bis zur Einführung einer neuen Regelung im Jahr 1922 beibehalten. Auch danach wurden die Buntfarbenanstriche des Ersten Weltkriegs auf Gefechtsfahrzeugen beibehalten und neue Fahrzeuge und Geräte erhielten im oberen Bereich Anstriche in Taubengrau und Feldgrau und Fahrwerke und Schmutzfänger wurden in glänzendem Schwarz gestrichen.

Personenwagen und leichte Lastkraftwagen konnten allerdings auch in kommerziellen Farben Dunkelgrün, Dunkelblau und Dunkelgrau oder sogar in glänzend Dunkelbraun beschafft werden.[1]

Im Jahr 1935 führte die neue Wehrmacht ein neues Tarnschema für alle größeren militärischen Ausrüstungsgegenstände und Fahrzeuge ein. Die neuen Farben waren 2/3 Dunkelgrau und 1/3 Dunkelbraun in wolkigem Auftrag oder als große Flecken. Da es gängige Praxis war Gerät und Fahrzeuge im Schatten von Gebäuden oder unter Bäumen zu parken, funktionierte diese Tarnung in dieser Zeit verhältnismäßig gut. Auch zeigte sich, dass Staub und Schlamm des jeweiligen Einsatzraum auf dem dunklen Fahrzeuganstrich einen großen Anpassungseffekt an die jeweilige Landschaft bewirkten.

Für kleineres Gerät im Feld, wie Gasmaskenbehälter, Funkgeräte, Helme wurde nun Feldgrau als Standardfarbe verwendet.[2]

Zweiter Weltkrieg

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Feldgrau – Uniformfarbe der Wehrmacht
Deutsches „Sumpfmuster“ 1943
Tarnschema für Zerstörer

Kalter Krieg

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Nach dem Ende des Kalten Krieges

Beispielhaftes US Tarnmuster
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Zeitenwende (aktuell)

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Siehe auch

Siehe auch: Tarnung und Tarnmuster

Literatur

  • Bruce Culver: Panzer Colors (en). Camouflage of the German Panzer Forces 1939-45. 1st Edition Auflage. squadron/signal publications.Inc., Carrollton (TX) 1976, ISBN 0-89747-057-5. 
  • Jim Mesko: US Armor (en). Camouflage and Markings WW II. 1st Edition Auflage. squadron/signal publications.Inc., Carrollton (TX) 2005, ISBN 0-89747-492-9. 
  • Andrew Steven, Peter Amodio: Waffen-SS Uniforms in Colour Photographs (en). Europa Militaria No.6. 1st Edition Auflage. Windrow & Greene, London 2005, ISBN 1-872004-61-X. 

Einzelnachweise

  1. a b Culver: ''Panzer Colours'' 1976 S. 9
  2. Culver: ''Panzer Colours'' 1976 S. 10